Wir dürfen vorstellen: Thomas Schultze, Minitube's neuer COO

Mit dem Jahreswechsel 2026 schlägt Minitube ein neues Kapitel auf: Nach Jahrzehnten in Familienhand übernimmt ein erweitertes Vorstandsteam die Verantwortung für die Zukunft des Unternehmens. Einer von ihnen ist Thomas Schultze, neuer Chief Operations Officer (COO). Er bringt über 30 Jahre Erfahrung in internationalen Familienunternehmen mit – und verbindet Fachwissen mit einem klaren Blick für Menschen, Prozesse und nachhaltiges Wachstum.

Im Gespräch verrät Thomas, worauf er sich in seiner neuen Rolle besonders freut, wie er die Produktion und Abläufe bei Minitube weiterentwickeln möchte und warum Themen wie Effizienz und Unternehmenskultur für ihn untrennbar zusammengehören.

Thomas, du bist bereits seit einigen Monaten als neuer COO bei Minitube – was reizt dich an deiner Rolle am meisten?
Mich begeistert besonders, eine Organisation weiterzuentwickeln, die bereits ein hohes technologisches Niveau erreicht hat und auf langjährige, vertrauensvolle Kundenbeziehungen bauen kann. Gleichzeitig arbeiten bei Minitube viele außergewöhnliche Talente – sie zu begleiten, zu fördern und gemeinsam zu wachsen, ist für mich eine echte Freude. Das gilt sowohl hier in Deutschland als auch in unseren internationalen Niederlassungen. Durch diesen Austausch entstehen wertvolle Synergien, die nicht nur unser Team stärken, sondern vor allem unseren Kunden zugutekommen.
 
Wo steht Minitube heute? Was läuft aus deiner Sicht schon richtig gut – und wo siehst du die ersten Chancen für Verbesserungen?
In vielen Bereichen sind wir bereits sehr stark aufgestellt: Unser breites Produktportfolio und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern bilden eine solide Basis, auf die wir stolz sein können. Gleichzeitig sehe ich spannende Chancen, uns weiterzuentwickeln – insbesondere bei der Internationalisierung und der Digitalisierung. Wenn es uns gelingt, bestehende „Inseln“ in unserer IT-Landschaft stärker miteinander zu vernetzen, können wir Prozesse effizienter gestalten. So schaffen wir die Grundlage, um noch agiler auf Kundenbedürfnisse einzugehen und unser Wachstum nachhaltig zu sichern.
 
Wo können wir Abläufe mit Hilfe von Digitalisierung oder Automatisierung einfacher und schneller machen – für Mitarbeitende und für unsere Kunden?
In der konsequenten Digitalisierung und Automatisierung unserer Prozesse sowie in der besseren Verzahnung unserer global ausgerollten IT-Systeme liegt immenses Potential, das wir gezielt heben werden. Ein weiteres enormes Potential eröffnet sich durch die globale Skalierung unserer automatisierten Produktionsprozesse auf unsere internationalen Minitube-Standorte. Dadurch können wir der aktuell herausfordernden weltwirtschaftlichen Lage durch resiliente und effiziente Lieferketten optimal Rechnung tragen. Für unsere Mitarbeitenden bedeutet das: Effizienz, Transparenz, Messbarkeit. Für unsere Kunden: TOP-Servicegrad, TOP-Qualität und TOP-Performance.
 
Wie wichtig ist es für dich, dass wir uns ständig weiterentwickeln und kleine Verbesserungen Schritt für Schritt in den Alltag einbauen?
Kontinuierliche Weiterentwicklung ist für mich ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Egal, wo man startet, man muss immer voranschreiten – Stillstand bedeutet Rückschritt. Nur durch kontinuierliche Verbesserungen können wir unsere Kunden langfristig begeistern und schneller als das Marktumfeld agieren. Jede kleine Optimierung, die wir in den Alltag integrieren, stärkt unser Team, unsere Prozesse und letztlich den Mehrwert für unsere Kunden.
 
Welche Erfahrungen aus deinen früheren Stationen möchtest du hier einbringen?
Mit über 30 Jahren Berufserfahrung bei verschiedenen Unternehmen habe ich viel gesehen und gelernt, was ich nun bei Minitube einbringen kann. Besonders wertvoll sind meine Erfahrungen in der Medizintechnik, die mir helfen, den Aufbau unserer Human ART Sparte effektiv zu gestalten – sei es bei Zulassungen, regulatorischen Anforderungen oder Vorschriften. Strategisches Denken ist für mich fast wie zweite Natur geworden: Nur wenn wir klar ausgerichtet handeln, können wir echte Fortschritte erzielen.
 
Wie sorgt Minitube dafür, dass Qualität und Zuverlässigkeit weltweit auf dem gleichen hohen Niveau bleiben – gerade in Märkten mit unterschiedlichen Herausforderungen?
In einem globalen und oft instabilen Umfeld – etwa durch Zoll- oder Handelseinschränkungen – ist es entscheidend, robuste Produktionsnetzwerke nach dem Prinzip „Local for Local“ aufzubauen. Unsere Tochtergesellschaften, beispielsweise in den USA, Brasilien oder China, sind reife Organisationen mit tiefem Produkt- und Marktwissen. Wenn wir unsere optimierten und erprobten Prozesse und Ausrüstungen auf diese Unternehmen skalieren, eröffnet sich uns die Chance, unsere Kunden in der Region mit qualitativ führenden und wettbewerbsfähigen Produkten und Dienstleistungen zu begeistern. So können wir unsere global führende Marktposition weiter ausbauen und kontinuierlich wachsen.
 
Welche Rolle spielen Qualitätsstandards wie ISO oder GMP – und was bedeuten sie für unsere Kunden und Partner?
Qualitätsstandards wie ISO oder GMP sind für uns keine bloße Pflicht, sondern ein echter Vorteil: Sie helfen uns, Prozesse effizient zu gestalten und Qualität systematisch zu optimieren. Für unsere Kunden und Partner bedeutet das Zuverlässigkeit und Vertrauen in unsere Produkte und Services. Besonders wertvoll wird es, wenn wir diese Standards pragmatisch umsetzen – so dass sie unseren Alltag unterstützen, statt ihn zu verkomplizieren.
 
Bei so viel Verantwortung: Wie findest du privat Ausgleich? Gibt es Hobbys oder Routinen, die dir Kraft geben?
Privat tanke ich Energie vor allem bei meiner Familie. Außerdem liebe ich Sport in der Natur – Skifahren und Golfen, auch wenn beides nicht häufig vorkommt. Für den täglichen Ausgleich sorgt unser Hund: Die Zeit draußen gibt mir Ruhe und hilft mir, den Kopf frei zu bekommen.
 
Ohne was kannst du im Arbeitsalltag nicht leben – vielleicht ein Ritual am Morgen oder etwas, das dir Struktur gibt?
Die Autofahrt zur und von der Arbeit ist für mich inzwischen ein kleines, fast geliebtes Ritual. Morgens nutze ich die Zeit, um meinen Tag zu strukturieren und die ersten Gespräche zu planen. Abends gehe ich die Themen des Tages noch einmal durch, arbeite Erlebtes auf und reflektiere, was wir erreicht haben – das hilft mir, fokussiert und organisiert zu bleiben.
 
Wenn du dich selbst als Führungspersönlichkeit in drei Worten beschreiben müsstest – welche wären das?
Fördernd, fordernd, coachend. Ich lege großen Wert darauf, Talente zu entwickeln, klare Erwartungen zu setzen und mein Team dabei zu unterstützen, das Beste aus sich herauszuholen – für jeden Einzelnen und für das Unternehmen.
 
Welche Ziele nimmst du dir für die nächsten Jahre vor – zum Beispiel beim Thema Effizienz, Nachhaltigkeit oder Sicherheit in Krisen?
Meine Ziele orientieren sich eng an den strategischen Unternehmenszielen, die den Weg für unsere Prozesse und alle Abteilungen vorgeben. Neben der nachhaltigen Weiterentwicklung der Veterinärsparte, wird der Ausbau unserer Human ART Sparte ein besonderer Schwerpunkt sein. Dabei ist es mir wichtig, unser Produktportfolio gezielt an den zukünftigen Lösungserwartungen unserer Kunden auszurichten. In Verbindung mit unseren Alleinstellungsmerkmalen soll Minitube sich so zu einem führenden Medizintechnik-Unternehmen entwickeln.
 
Wie wichtig ist dir die Unternehmenskultur dabei – also wie wir miteinander umgehen und zusammenarbeiten?
Für mich ist die Unternehmenskultur das Herzstück von Minitube. In den letzten 55 Jahren hat die Unternehmerfamilie eine wertschätzende, motivierende Arbeitsatmosphäre aufgebaut, die wirklich einzigartig ist. Sie sorgt dafür, dass die Zusammenarbeit Spaß macht und Menschen gerne ihr Bestes geben. Wie man so schön sagt: Culture eats strategy for breakfast. Selbst die beste Strategie funktioniert nur, wenn das Miteinander stimmt – und genau diese Kultur gibt uns den Rückhalt für nachhaltigen Erfolg.
Wir dürfen vorstellen: Thomas Schultze, Minitube's neuer COO