OPU beim Pferd auf höchstem Niveau

Wie Minitube Pumpen- und Nadeltechnologie den Unterschied macht

Jüngste wissenschaftliche Arbeiten einer Forschungsgruppe unter der Leitung von Juan Cuervo-Arango haben unser Verständnis darüber vertieft, wie die Oozytengewinnung (Ovum Pick-Up, OPU) bei Stuten optimiert werden kann. Die Studien untersuchten den Einfluss technischer Geräte und zeigten, dass insbesondere das Pumpen- und Nadeldesign, wie es bei Minitube Systemen zum Einsatz kommt, entscheidend zur Prozesskontrolle, Effizienzsteigerung und Erhaltung der Oozytenqualität beiträgt.
 
Die Minitube Pumpe: Präzision, Temperaturkontrolle und effizienter Arbeitsablauf
Studien zeigen, dass die Rate der gewonnenen Oozyten (Oocyte Recovery Rate, ORR) weitgehend unabhängig vom Aspirationsvacuum ist. Die Qualität der Oozyten wird hingegen stark durch die Aspirationsparameter beeinflusst. Ein zu hoher Aspirationsdruck führt zu einem erhöhten Anteil denudierter Oozyten und verringert die Reifungs- sowie die Blastozystenrate. Ebenso führt ein zu hoher Druck bei der Injektion, also der Spülung des Follikels, zu einer geringeren ORR und einem vermehrten Verlust von Oozyten durch ausgelaufenes Spülmedium in das Gewebe.

Die Minitube Pumpe adressiert diese Herausforderungen, indem sie eine präzise Kontrolle sowohl der Aspirations- als auch Injektionsparameter ermöglicht. Dies erlaubt den Einsatz niedriger, kontrollierter Flussraten, reduziert das Risiko der Überfüllung von Follikeln, minimiert Oocytenverluste und erhält das Entwicklungspotenzial der gewonnenen Oozyten.

Ein weiterer Vorteil ist die temperaturkontrollierte Verwahrung von Auffang- und Injektionsflaschen. Da Oozyten Temperaturen unter 22°C nicht ausgesetzt werden sollten, um Zellschäden zu vermeiden, ist dies insbesondere in kühleren klinischen Umgebungen von großem Nutzen.

Darüber hinaus ermöglicht die kombinierte Steuerung von Aspirations- und Injektionsvorgängen, dass die OPU von nur einem Anwender durchgeführt werden kann. Im Gegensatz zu manuellen Spritzen, für die üblicherweise ein zweiter Anwender benötigt wird, steigert die Minitube Pumpe die Effizienz des Arbeitsablaufs, reduziert den Personalaufwand und unterstützt eine standardisierte Durchführung.
 
Die Minitube Nadel: Überlegene Sichtbarkeit im Ultraschall und kosteneffiziente Wiederverwendbarkeit
Auch die Auswahl der Nadel beeinflusst die Ergebnisse der OPU. Wiederverwendbare, doppellumige Minitube Nadeln mit echogenem Spitzenbereich zeigten eine bessere ORR als Einwegnadeln ohne Echogenität. Insbesondere Follikel unter 10 mm konnten mit nicht echogenen Nadeln nicht zuverlässig punktiert werden, was zu einer geringeren Oozytengewinnung führte.

Die echogene Spitze sorgt für eine exzellente Ultraschall-Sichtbarkeit und ermöglicht eine präzise Punktion sowohl kleiner als auch großer Follikel. Zwar erfordern wiederverwendbare Nadeln eine höhere Anfangsinvestition, doch sie können bis zu zehnmal wiederverwendet werden, sodass sich die Kosten pro OPU-Sitzung im Vergleich zu Einwegnadeln als vergleichbar erweisen – bei gleichzeitig höherer Zuverlässigkeit und Konsistenz.
 
Fazit: Größerer Erfolg bei der OPU mit Minitube Pumpe und Nadeln
Die Arbeiten von Cuervo-Arango und Kollegen zeigen, dass der Erfolg bei der OPU nicht nur durch die Gewinnungsrate, sondern vor allem durch die Qualität und Entwicklungskompetenz der gewonnenen Oozyten definiert wird.  Durch die Kombination aus präziser Druckkontrolle, integrierter Temperaturstabilisierung, optimiertem Workflow und verbesserter Follikelsichtbarkeit bietet das Minitube Pumpen- und Nadel-System eine umfassende Lösung zur Standardisierung und Optimierung von OPU-Verfahren.

Praktiker, die Konsistenz, Effizienz und biologische Ergebnisse verbessern möchten, profitieren in jedem Schritt des OPU-Prozesses von der wissenschaftlich belegten Überlegenheit der Minitube-Technologie.
 

Literatur:
  • Factors influencing oocyte recovery during ultrasound-guided follicle aspiration in mares: A postmortem study 
    Adri´an M´arquez-Moya , Laura Sala-Ayala , Nerea Carreras-Vico , Rebeca Martínez-Boví , Juan Cuervo-Arango
  • The Influence of Aspiration Pressure, Follicle Flushing Method and Needle Rotation During Single-Operator OPU Technique on Oocyte Recovery and Embryo Production in the Mare
    Juan Cuervo-Arango * , Laura Sala-Ayala , Adrián Márquez-Moya and Rebeca Martínez-Boví
  • Transvaginal Follicle Aspiration in Mares: A Description of Different Techniques and Comparison of Results Across Different OPU Clinics
    Juan Cuervo-Arango1 | Denis Necchi2 | Amber Clutton-Brock3 | Magdalena Profaska4,5 | James Crabtree6 | Anthony Claes7
  • Use of excised ovaries for oocyte recovery by ultrasound guided follicular aspiration – Validation of an experimental model for research purposes in live mares ovum pick up
    Laura Sala-Ayala a, Aleksandra T. Pytel b,c, Karolina Stychno c, Juan Cuervo-Arango
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